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Website der Baptisten Lüchow !

Montag, 30.03.20

Es gibt Hoffnung

Liebe Geschwister, liebe Freunde der Gemeinde.                                                                                                                                                 

Wieder ist ein Sonntag vergangen, an dem wir uns nicht zum Gottesdienst treffen konnten. Wie viele dieser Sonntage es noch sein werden, wissen wir nicht. Wir alle  in diesem Land müssen uns gerade in eine schwierige und auch beängstigende Situation hineinfinden. Unsere Kontaktmöglichkeiten sind sehr eingeschränkt, was notwendig ist, aber leider nicht immer auf Verständnis stößt. Da niemand von uns weiß, wie lange die Infektionsgefahr anhalten und wie schlimm es noch werden wird, sind wir verunsichert und merken, dass wir nicht alles in unserer Hand haben. In anderen schweren Zeiten konnten die Menschen in die Kirchen gehen. Sie konnten dort in der Gemeinschaft mit anderen beten und daraus Hoffnung, Kraft und Trost schöpfen. Aber leider sind auch diese Treffen zurzeit nicht möglich. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir nicht trotzdem gemeinsam beten können zu unserem wunderbaren Herrn und Gott, der alles in seiner Hand hält und auch alles zum Guten wenden kann. Diese Zuversicht dürfen wir als Christinnen und Christen haben. Das Osterfest steht vor der Tür, aber leider können wir uns in diesem Jahr nicht die freudige Nachricht „Der Herr ist auferstanden.“ „Er ist wahrhaftig auferstanden.“ bei der Begrüßung in der Gemeinde zurufen. Aber auch die für uns alle neue und auch unangenehme Situation kann uns diese Freude nicht nehmen. Wir tragen sie in unseren Herzen, denn das Wissen um Christi Tod und Auferstehung und seine so große Liebe ist die Grundlage unseres Glaubens. Christen haben gegenüber allen anderen den großen Vorteil, dass sie nicht allein sind. Der Herr ist ständig bei ihnen und hält seine schützenden Hände über alle, die sich an ihn wenden. Aber natürlich dürfen auch alle anderen mit ihren Sorgen und Nöten zu ihm kommen, er hört sie. Er will helfen, das alles jetzt durchzustehen. Es gibt so viele Verse in Gottes Wort, mit denen der Herr uns immer wieder trösten will und uns auffordert, all unsere Nöte und Sorgen bei ihm abzugeben. Außerdem heißt es in Phil. 4,13: „Alles vermag ich durch den, der mich kräftigt, Christus.“ Auch Josua 1 Vers 9 ist ein wunderbarer, Mut machender Zuspruch: „Siehe, ich habe dir geboten, dass du getrost und freudig seist. Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der Herr, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst.“ Ich will darauf vertrauen, dass Gott auch aus dieser Situation etwas Gutes werden  lassen kann und wird. Aus lauter Liebe und Gnade steht Gott zu uns und kümmert sich um uns als seine Kinder. Er ist die stärkste Macht und hat alles in seiner Hand, auch uns. Mehr Trost, Kraft und Zuversicht kann uns niemand geben. Lasst uns dessen immer wieder bewusst sein, gerade auch jetzt in dieser schweren Zeit.  Aus Rücksicht auf die Älteren und um kein Risiko einzugehen, werden in diesem Jahr Ostern wohl keine Kinder und Enkelkinder zu Besuch kommen, mit denen dann ein fröhliches Familienfest gefeiert werden kann. So werden viele die Feiertage allein zu Hause verbringen. Lasst uns im Besonderen an diese Menschen denken. Wir dürfen zwar keinen persönlichen Kontakt miteinander haben, aber wir können telefonieren oder andere technische Möglichkeiten nutzen. Auch das Osterfest im Schützenpark, auf das sich bestimmt schon viele Kinder gefreut hatten, muss leider ausfallen. Aufgrund der großen Ungewissheit, wie lange es dauern wird, bis die Infektionsgefahr vorüber ist und Treffen dann auch wieder in den Kirchen möglich sind, ist es verständlich, wenn doch Sorgen oder auch Ängste uns bedrängen wollen.  Es ist gut, wenn wir mit einer Person unseres Vertrauens darüber sprechen. Wir müssen damit nicht allein bleiben. Oft hilft  schon ein Gespräch oder wenn man zusammen beten kann, das geht auch am Telefon. Gerade in Bezug auf das Gebet, das unglaublich wichtig und kräftig ist, weise ich auf die Aktion der Evangelischen Allianz „Deutschland betet“ hin. Lasst uns zusammenstehen und für einander da sein. Mit der Hoffnung, dass wir uns auch bald wieder in unserer Gemeinde treffen können, grüße ich alle mit einem „Gott befohlen“. Christina K.

 
 

Samstag, 28.03.20

Ihr lieben Lüchower Gemeindegeschwister und Besucher der Website, seid herzlich gegrüßt!
Der Predigttext für den Sonntag "Judica" steht in Hebr. 13, Vers 12-14. Sich nicht mit der scheinbar "bleibenden Stadt" zufrieden geben, sondern hinausgehen zu Jesus, ohne Rücksicht auf "Schmach" und Verachtung. Gedanklich und gefühlsmäßig sind wir natürlich erst einmal mit uns selbst  beschäftigt. Wie können wir unter den bekannten und möglicherweise noch zunehmenden Einschränkungen diesen und die folgenden Tage möglichst heil überstehen? Wie entwickeln sich die gesundheitlichen Verhältnisse im Landkreis, wie gefährlich kann das Virus für uns persönlich werden? Reichen meine Vorräte noch; welche Besorgungen müssen sein, kann ich mich noch in den Supermarkt trauen? Ich, meine Gesundheit, meine Versorgung, auch mein Ansehen bei den Menschen in meiner Umgebung. Zu Jesus hinausgehen aus dem Lager - das heißt immer auch, von sich selbst und seinen Anliegen absehen, sich von Gott die Sicht auf die "Welt da draußen" öffnen lassen. Immer noch wird in Syrien bombardiert und gekämpft, immer noch werden an der griechischen Grenze Menschen in erbärmlichen, unwürdigen Verhältnissen aufbewahrt; an die Ausbreitung der Coronainfektion mag man gar nicht denken. Ja, die aktuellen Nöte machen uns sprach- und hilflos, und hilflos fühle ich mich tatsächlich. Aber sie sollen und müssen uns nicht hoffnungslos machen, Wo immer wir - wenn vielleicht auch nur ganz kleine - Hoffnungsschimmer entdecken - Beten kann etwas bewirken, auch wenn wir Gott vielleicht nur unsere Hilflosigkeit ans Herz legen. Und wo sich eine Möglichkeit zum Tun zeigt - dranbleiben! Einer der Verse, die auf den oben genannten Abschnitt folgen, heißt: Gutes zu tun und mit anderen zu teilen, vergesst nicht; denn solche Opfer gefallen Gott. Er segne Euch. Klaus Mundhenk

 

Montag, 23.03.20 

Lasst euch grüßen mit Worten aus Psalm 4: Der du mich tröstest in Angst, sei mir gnädig und erhöre mein Gebet. Kennen wir Angst, so richtige Angst? Eine, die uns fahrig werden lässt? „Normale“ Angst kennt eigentlich jeder: das ist die Angst vor konkreten Gefahren. Diese Angst ist berechtigt und kann helfen, dass wir uns klug verhalten. Aber im Moment erleben wir eine andere Angst, die Angst vor der Corona-Pandemie. Was macht diese Angst mit uns? Im schlimmsten Fall macht sie uns handlungsunfähig und starr. „Der du mich tröstest in Angst“ so sagt derjenige, der den Psalm 4 formuliert hat. Er hat sicher schon gute Erfahrungen – Trosterfahrungen - gemacht mit demjenigen, den er anspricht. Und so bringt er seine Angst zur Sprache, er würgt sie nicht hinunter, sondern er spricht sie aus. Die Angst wird beim Schopf gepackt und Gott hingehalten: „Hier, da ist meine Angst, hilf mir, sei mir gnädig, erhöre mich!“ Offenbar kann man Angst zur Sprache bringen. Es ist gut, Angst zu teilen, mitzuteilen, sich zu öffnen und über die Angst zu reden. Jesus Christus wusste, dass auch wir, seine Nachfolgerinnen und Nachfolger, Angst erleben würden. Aber er blieb nicht bei der Feststellung, dass wir Angst haben werden, sondern er fügte an: „Seid getröstet und verlasst euch auf mich, habt Hoffnung, denn das Zerstörende kann nie größer werden als meine Kraft und meine Liebe zu euch“. So kommt zu der zutiefst menschlichen Erfahrung der Angst auch die Verheißung von Nähe und Trost. Trost ist etwas Notwendiges, etwas Wärmendes und Unverzichtbares für unser Leben. Diesen Trost will Jesus Christus uns schenken. Habt den Mut, unserem guten Herrn zu vertrauen.  Elke Mundhenk

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