Fundgrube

Unsere Predigten setzen sich mit biblischen Texten auseinander und stellen Bezüge zum heutigen Leben her. Sie bieten Impulse zum Nachdenken und eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf Glauben und gesellschaftliche Fragen.

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>>“Kein Pfeffer und keine Chillischote! Auch keine Paprika oder sonst ein Gewürz: Hier wird nicht in Scoville-Einheiten gerechnet – sondern in … Ja, wie misst man eigentlich „Schaf-Einheiten“? In Wollknäul pro Liter? Und ist das dann der „Mäh-Faktor“?

Diesen freundlichen Bio-Rasenmähern misst man ja wenig Intelligenz bei … völlig zu Unrecht:

Da ist beispielsweise die einzigartige Fähigkeit, eine menschliche Stimme genaustens zu kennen. Und wiederzuerkennen! Stimmlage, Stimmfarbe, die Art und Weise, wie gesprochen wird … Das ist äußerst nützlich, denn wenn mehrere Schafherden in einem Stall untergebracht werden (müssen), reicht beim „sortieren“ einfach der Ruf des Schäfers. So funktioniert „Gesundheitsvorsorge“! Ansonsten müssten ja Brandzeichen (früher) oder Mikrochips (zukünftig) irgendwie schmerzhaft an-bzw untergebracht werden. Also „unter die Haut“. Darauf kann verzichtet werden, weil Schafe „Stimmen hören“ – und unterscheiden können!

Und dann wäre da noch der „Generationenvertrag“. Das was bei uns als „Auslaufmodell“ erscheint – zumindest sozialpolitisch betrachtet, wegen „Alterspyramide“ etc – funktioniert einwandfrei in einer Schafherde. Diese äußerst sozialen Tiere schützen „ihre Zukunft“ – den Nachwuchs – indem die älteren Tiere außen, die Jungschafe innen „ihren Platz haben“. So wird ein Wolf – oder ähnlich fiese Zeitgenossen – nicht so schnell an „Frischfleich“ kommen. Also aus Sicht der Schafe ist dies: Zukunftsvorsorge pur!

Und auch bei Streitigkeiten untereinander geht’s vorbildlich zu: Der Schiedspruch eines Mediators z.B. wird (relativ) bedingungslos akzeptiert … O.k. – ich gebe zu, einem Schäferhund zu „widersprechen“ ist nicht sinnvoll. Und auch nicht intelligent – um wieder beim Thema zu sein …

Intelligenz erscheint ja auf den ersten Blick als zu „kopflastig“ – der „sozialen Intelligenz“ wird definitiv zuwenig Aufmerksamkeit zuteil. Dabei wäre sie ja umso wichtiger, was unsere  soviel beschworene Menschlichkeit ausmacht. Leider ist’s doch oft so: Wir wissen viel und tun sehr wenig! Oder – „… das, was ich eigentlich nicht will, das tue ich!“ (Röm 7,15-19). Paulus beschreibt hier sein persönliches Dilemma. Und zugleich den Schlammassel der ganzen Menschheit. Die das „Mensch-sein“ vergessen – ja, völlig über Bord geworfen hat. Im „Gott-gleich-sein-wollen“ ist die schöpfungsgemäße Gottebenbildlichkeit kaum noch zu erkennen. Im bewußten Verleugnen des (nur) „Geschöpf-seins“, bleibt ja nur noch der „Mensch als Maß aller Dinge“. Welch eine Anmaßung und maßlose Überforderung … Dass DAS im Größenwahn der (vermeintlich) Mächtigen endet, war abzusehen. Und ist Zustandsbeschreibung unsrer Gegenwart. Auch aller Gegenwarten vor uns – sprich: aller Generationen und Zeitepochen. Und das wiederum lässt für die Zukunft nicht viel anderes erwarten! 

Wenn nicht … ???

Ja, wenn nicht … 

Gott selbst bereit gewesen wäre, einen „Tausch“ anzubieten:

„Viele Menschen wollten Götter sein – nur EIN GOTT wollte Mensch sein!“ 

Und zwar der EINE und EINZIGE! Der Gott Israels, der Seinen Sohn als „einziggeborenen“ in die Welt „dahingibt“: JESUS!

 Oder – mit jüdischen Namen: JESCHUA – das heißt: „Gott rettet“ oder „Gott hilft“!

ER ist der „gute Hirte“, von dem das bekannteste Lied-Gebet (Psalm) der Bibel spricht. Psalm 23: „Der EWIGE ist mein Hirte …“

ER ist derjenige, „… auf den Ihr – gemeint sind ALLE Menschen! – hören sollt …“ (Mt 17,5). Das ist der „Gehorsam des Glaubens“, durch den wir Menschen für das ewige Leben „gerettet“ werden …

ER ist es, der uns sagt:

„Meine Schafe hören meine Stimme und ich kenne sie und sie folgen mir und ICH gebe ihnen das ewige Leben …“ (Joh 10,27-28).

IHM nachzufolgen heißt, das „Mensch-sein“ wiederzugewinnen. Seine gottgewollte Existenz zu leben. Teilzuhaben an der Zukunft Gottes in dieser Welt und mit dieser Welt.

Ein „Tausch“ mit weitreichenden Folgen:

Mach’s wie Gott – werde Mensch!

Und wer diese Einladung annimmt – diesem „guten Hirten“ angehört und IHM nachfolgt, dem steht buchstäblich „die Welt offen“. Gottes Welt. Gottes neuer Welt. Die da kommt. Und schon da ist. Hier und jetzt – in dem „guten Hirten“ JESUS!

„Kommt her zu mir …“, sagt JESCHUA. „ICH lebe und ihr werdet auch leben!“ Denn „ICH bin gekommen,  dass ihr das Leben habt und dies in vollem Überfluss!“ (Mt 11,28 u Joh 14,19 u Joh 10,10)

Bernd Niemeier 

Pastor in Salzwedel und Lüchow“<<

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