Fundgrube

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Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen,  die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen.“ 

Albert Einstein 1879-1955

Viele markige Sprüche und Weisheiten hat der Nobelpreisträger von 1921 (verliehen 1922, für seine Arbeiten zum „photoelektrischen Effekt“) der Nachwelt hinterlassen. Der oben zitierte, „relativiert“ dabei absolut nichts, sondern bringt es schonungslos auf den Punkt: Böse ist nicht nur das Tun, sondern auch das Unterlassen des Guten!

Im deutschen Strafgesetzbuch (StGB) gibt es sogar einen Paragraphen, der das „Nichtstun“ in bestimmten Situationen bestraft. Der Abschnitt „c“ in Paragraph 323 geht auf ein Gleichnis von JESUS zurück, welches vom Evangelisten Lukas überliefert wurde. „Der barmherzige Samariter“ in Lk 10 kommt ja erst zum Einsatz, nachdem weggeschaut und vorbeigegangen – eben Hilfeleistungen „unterlassen“ – wurden.

Albert Einsteins Feststellung geht aber noch weiter. Er setzt voraus, dass das Böse „stillschweigend“ geduldet – und damit „legitimiert“ wird.

Jede Übertretung allgemein akzeptierten Verhaltens, schafft neue Maßstäbe. Ein „Dammbruch“ – so wird’s ja gerne genannt – kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Und auch wer am Anfang – trotz gegenteiliger Meinung – nur „gute Miene zum bösen Spiel“ macht, steckt schneller mit drin, als er „pieps sagen kann“!

Am Ende steht eine niederschmetternde Erkenntnis: „Sie wissen, dass sie so vor Gott nicht bestehen können – und den Tod verdient haben, aber sie tun es nicht nur selbst, sondern applaudieren auch den anderen, die es ihnen gleich tun!“ (Röm 1,32)

Ein einziger Weg führt aus diesem Schlamassel. Er wird uns in Ps 1 gewiesen:

„Zu beglückwünschen ist, wer sich von der Weisheit der Gottesleugner nicht beeinflussen lässt und ihren Lebensstil nicht übernimmt, um nicht irgendwann als einer zu enden, der sich nur noch spöttisch über alles lustig macht …“ (nach Ps 1,1)

Natürlich muss jetzt ein „aber“ oder „sondern“ folgen – rein grammatisch. Tut es auch: „… sondern sich stattdessen über die Weisung des EWIGEN freut und bei jeder Gelegenheit darüber nachsinnt – tagsüber oder bei Nacht …“ (nach Ps 1,2)

Das Böse ist nicht „alternativlos“. Wir sind keinem namenlosen Schicksal unterworfen. Der Herkunft etwa, oder wie schrecklich unsere Kindheit war oder was für gräßliche Traumata wir erleiden mussten. Sich nicht zum Spielball des Bösen machen zu lassen, ist möglich. Und machbar!

Allein sich dem Wort Gottes zuzuwenden, zeigt Wirkung. Darin liegt der Schlüssel. Wer anfängt sich mit der Bibel zu beschäftigen, begegnet dem, der sie uns Menschen gegeben hat: Gott!

Das „WORT“, das von Anfang an war, ist zu uns gekommen. Hat menschliche Gestalt angenommen. Und uns SEINEN NAMEN genannt. ER heißt: Gott rettet!

Das ist die Bedeutung seines jüdischen Namens „JESCHUA“. In unserem Sprach-und Kulturraum: „JESUS“.

ER rettet, indem ER unschuldig den gewaltsamen Verbrechertod am Kreuz erleidet. Damit nimmt ER alle Schuld und Sünde auf sich, sodass fortan alle Menschen „in seiner Schuld“ stehen. IHM allein schulden sie nun ihr Leben.

So kann jeder Schuldige seine persönliche Sünde und Schuld „loswerden“, indem er IHN, den „Gott rettet“ – d.i. JESCHUA oder JESUS – um Vergebung bittet. Und sein zukünftiges Leben IHM anvertraut. IHM „zur Verfügung“ stellt:

„So lebe nicht mehr ich“, bekennt Paulus, „sondern der Messias lebt in mir …“ (Gal 2,20) und durch mich in dieser Welt.

So – und nur so (!) – wird die Schallmauer der Bosheit durchbrochen.

So – und nur so (!) – wird DER BÖSE überwunden. Besiegt. Entmachtet.

So – und nur so (!) – kann allein Gottes Wille geschehen. Der Wille und das Wohlgefallen dessen „in Wirksamkeit gesetzt werden“, der allein GUT ist.

So – und nur so (!) – widerstehen wir dem Bösen „in jeder Gestalt“ (1Thess 5,22). Werden nicht zu Mitläufern oder schweigend, resignierte Dulder der gottwidrigen „Umstände“!

Und jetzt geht JESUS noch einen Schritt weiter, als der oben zitierte Jude Albert Einstein. „Was ihr wollt, das euch die Leute tun, das tut ihr ihnen zuerst!“ (Mt 7,12)

Der sogenannte „kategorisch Imperativ“ des  königsberger Philosophen Immanuel Kant (1724-1804) ist davon „inspiriert“.

Auch Paulus nimmt dieses Gebot von JESUS auf und ermutigt zum „Sieg der Liebe“:

„Lass Dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse durch das Gute!“ (Röm 12,21)

Dabei wird Dir DER GUTE allezeit zur Seite stehen, um Dich „aufzurichten, zu stärken, zu kräftigen und zu gründen“ (1Petr 5,10).

Schließlich haben wir „keinen Geist der Verzagtheit empfangen, sondern den Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit!“ (2Tim 1,7)

Bernd Niemeier 

Pastor in Lüchow und Salzwedel

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